Wandervorschlag

Streckenbeschreibung

 

 

Bei Interesse an einer geführten Wanderung kontaktieren Sie bitte Herrn Rolf Stoll 01573-9343224 od. 02653-9145651

 

Der Schiefergrubenwanderweg

 

- Rundwanderweg (7 Km) -

 

Die Geschichte der Orte Müllenbach, Laubach und Leienkaul ist eng verknüpft mit dem Schieferbergbau. Zwischen den genannten Orten liegt das Kaulenbachtal, in dem vorrangig der Schieferbergbau stattfand. Von 1695 bis 1959 förderte man hier den qualitativ besten Dachschiefer des linksrheinischen Schiefergebirges. Durch die „Schieferregion Kaulenbachtal“ führt uns der Schiefergrubenwanderweg, ein Wander-Highlight an der bekannten "Moselschieferstrasse."

 


 

Die Wanderung kann von allen drei Orten aus begonnen werden. (A,B,C,D) An den jeweiligen Ausgangspunkten befinden sich Informationstafeln.

Empfehlung: Nutzen Sie das Angebot einer geführten Wanderung durch sachkundige Wanderführer des „Verein zur Erhaltung der Schieferbergbaugeschichte"

Noch vor Beginn der Wanderung entlang einer landschaftlich einmaligen Wegstrecke, vorbei an alten Grubeneingängen, Gebäuderesten und einer einzigartigen Flora und Fauna, haben Sie die Möglichkeit, in der Schieferlandhalle Müllenbach (1) eine kleine, ständige Ausstellung und Dokumentation zum Thema Schieferbergbau zu besichtigen.

Ausgangspunkt unserer hier beschriebenen Rundwanderung ist der Wanderparkplatz „Auf der Nick" (B) (525m NN).

 

 

Von hier gehen wir in Richtung Laubach, biegen vor dem Ort rechts ab und nach 20 Meter wieder rechts in einen Feldweg ein. Wir befinden uns nun auf der Trasse der ehemaligen Grubenbahn, (2) dem „Bähnchen", die den Dachschieferstein von der „Grube Colonia" zum Bahnhof Laubach transportierte. Wir folgen der beschilderten Trasse, die in einigen Windungen talwärts in Nord-Süd-Richtung verläuft. Der Weg führt uns am westlichen Hang des Kaulenbachtal entlang, zum ersten Relikt des Schieferbergbaus, dem "Julius Stollen" (3). Wir befinden uns hier auf dem Gelände der ehemaligen Grube Colonia (4) Infotafeln zeigen alte Fotos und Grundrisse der Grube. Wenige verbliebene, mittlerweile gesicherte Grundmauern zeigen uns den Standort der Betriebsgebäude. Links begrüßen uns die mächtigen Schieferhalden der „Grube Mariaschacht", auch sie werden wir auf unserem Weg noch besuchen. Der weitere Weg führt uns durch den nahen Wald auf einem alten Serpentinenweg zum Ruhe- und Aussichtspunkt „Haldenpanorama Grube Mosella“ und weiter zum tiefsten Punkt der Wanderung. Wieder finden wir links einen restaurierten Stolleneingang. Der „Matthias-Josef Stollen" (5) haucht uns durch die Gitterstäbe den kalten Atem des Berges entgegen. Auf einer Höhe von 350m NN befinden wir uns nun auf der „Herrenwiese", (6) dem ehemaligen Standort des bekannten „Müllenbacher Dachschieferwerk". Hier wurde im Jahre 2016 der Nachbau eines Spalthauses aus dem Schieferbergbau eröffnet, welches jetzt Wetterschutz für den Wanderer und ein grünes Klassenzimmer für Schulklassen bietet.

 

 In nördlicher Richtung verlassen wir die „Herrenwiese" und finden rechts hinter dem neuen Spalthaus den so genannten „Bremsberg", (7) der hinauf nach Leienkaul führt. Auf ihm wurde, mittels einer Seilwinde, fertiger Dachschiefer auf Loren zur Bergstation gezogen. Ein schmaler Pfad, leicht ansteigend, führt uns, vorbei am kleinen Salamanderteich, zwischen den Schieferhalden hindurch zur „Holzkaul". Quasi unter uns, verläuft hier der Kaulenbach über fast 200m in einem Rohrsystem. Der Pfad steigt rechts weiter zum Gelände der Escherkaul und den Gebäuderesten der Grube Höllenpforte. (8) an. 1827 wurde hier das erste Stollenbergwerk des linksrheinischen Schieferbergbaus betrieben. Die steile Felswand, direkt vor uns, ist der einzige  ehemalige Tagebau im Kaulenbachtal. Ein alter Fahrweg steigt hinauf zur Klosterheide des Klosters Maria Martental. Bemerkenswert, wie sich hier über fast 2 Jahrhunderte die Wagenräder der Transportwagen in den Schieferfels (9) gefressen haben. An der „Klosterheide" angekommen halten wir uns links, in Richtung Leienkaul und der "Grube Mariaschacht". Auf halbem Weg erreichen wir einen Punkt, der ein wunderbares Fotomotiv, die riesigen Schieferhalden im Vordergrund, mit dem alten Schieferort Müllenbach im Hintergrund, bietet. Nach kurzer Wegstrecke finden wir links die Bergstation des Bremsbergs, „Bremshäuschen“ genannt. Bald erreichen wir die Grube „Maria Schacht" (10). Hier erkennt man noch die alten Schieferschuppen (jetzt in Privatbesitz). Wir gehen am Rande der Schieferhalden entlang und erreichen einen Aussichtspunkt (11), der alle Mühen des Anstiegs vergessen lässt. Fast alpin mutet die weite Sicht über das Kaulenbachtal an. Von hier, der höchsten Schieferhalde Deutschlands, kann man den nahezu kompletten, bisherigen Wanderweg mit seinen Einzelstationen verfolgen. Ein Eindruck den der Wanderer so schnell nicht vergisst. Vorbei an den Schieferschuppen finden wir linker Hand den Weg, der uns wieder ins Tal hinab führt. Der Ausgangspunkt Leienkaul (D) befindet sich direkt oberhalb der Schieferschuppen, an einer Trafostation.
 
 
Der Hohlweg  zum Tal führt uns vorbei am Stolleneingang des „Luisenstollen" (12) einer sehr alten Grubenform, bei der nur die Oberflächen nahen Schichten ausgebeutet wurden. Eine Holzbrücke lässt uns trockenen Fußes den Kaulenbach überqueren, bevor wir auf dem so genannten „Koulepettje" (Grubenpfad) den Westhang in Richtung Müllenbach erklimmen. Wir erreichen nochmals die Trasse der alten Grubenbahn und einen beschaulichen Ruheplatz (Peters Platz) (13) der dem Initiator des Schiefergrubenwanderwegs, Heinz Peters, gewidmet ist. Nach einer kleinen Rast, leitet uns das „Bähnchen“ leicht ansteigend zu seiner erstmaligen Station, dem Heuweg in Müllenbach zurück. Kurz wandern wir durch den Ort, um dann am Schieferbeladenen Leiterwagen (14) rechts weiter aufzusteigen zu unserem Ausgangspunkt „Auf der Nick". Hierbei haben wir einen wunderschönen Blick über den Ort mit seiner alten Pfarrkirche (wegen ihrer Größe auch liebevoll der Müllenbacher Dom genannt). Rückblickend bieten sich immer wieder interessante Ausblicke auf die Schieferhalden sowie auf Eifel und Hunsrück. Wer möchte kann sich nach dieser wunderschönen Wanderung in den Gaststätten aller  Ausgangsorte mit traditionellen, einheimischen Spezialitäten oder einem deftigen „Essen wie die Schieferbrecher“ verwöhnen lassen.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Schieferregion. Landschaftlich wunderschön gelegen in der Vordereifel, sind es nur wenige Kilometer an die Mosel, nach Cochem, Trier oder Koblenz. Verbinden sie das Erlebnis Schiefergrubenwanderweg mit dem Wanderweg „Wilde Endert“, der sie entlang des Wildbachs, vorbei an alten Mühlen und deren Ruinen, nach Cochem führt (15 Km).

Viele Häuser der Moselmetropole sind noch mit dem Schiefer aus dem Kaulenbachtal gedeckt.

Die Maare der Eifel, Burg Eltz sowie der legendäre Nürburgring (25 Km) sind ebenfalls nur einen Katzensprung entfernt.

Wir machen Ihren Wanderurlaub in der Eifel zu einem ganz besonderen Erlebnis. Ständig neue Events auf dem Schiefergrubenwanderweg lassen Sie an der Geschichte des Schieferbergbaus teilhaben. Erleben Sie uns!

 

 

 

 

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