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"Carpe Diem" Müllenbach-Laubach aktiv im Kaulenbachtal

Pfadfinder pflegen Patenschaft für Naturschutz

Der Stamm carpe diem Müllenbach-Laubach leistet hervorragende Naturschutzarbeit innerhalb seines Patenschaftsgeländes im Kaulenbachtal. Pflegemaßnahmen bringen immer wieder neue Hinterlassenschaften des Schieferbergbaus zum Vorschein.

Auch die Flächen rings um den „Salamanderteich“ in unmittelbarer Nähe des neu erbauten Spalthauses werden von den Pfadfindern mit Hingabe gepflegt.

Ein Abenteuerspielplatz kann nicht schöner sein als die Kaulenwiese im Natur- und Denkmalschutgebiet Kaulenbachtal, so ist vielfach die Meinung der Pfadfinder des Stammes Müllenbach-Laubach unter Führung ihres Stammesmeisters Hans Schumann. Seit dem der Stamm im Jahre 2007 auf Anfrage des Vorsitzenden des Vereins zur Erhaltung der Schieferbergbaugeschichte eine Patenschaft im Schiefertal übernommen hat, sind die „Pfadis“ alljährlich im vorbildlichen Einsatz um dieses einzigartige Habitat für Flora und Fauna zu schützen und langfristig zu erhalten. Am Anfang stand die Freistellung und Pflege des sogenannten Salamanderteichs im Bereich des ehemaligen Müllenbacher Dachschieferwerks. Hier hat sich über die Jahre, nachdem eine geschützte Wasserführung aufgebrochen war, ein kleiner Wasserfall mit angrenzender natürlicher Teichanlage entwickelt. Die Besonderheit an diesem natürlich entstandenen Teich ist die jährliche Belegung mit hunderten von Larven des hier ansässigen Feuersalamanders. Eine Brutstätte für diese Tierart, wie sie wohl einzigartig in der Region sein dürfte. Die Mitglieder des Stammes Carpe diem haben sich dieses Kleinods angenommen und sorgen mit ihrem Einsatz dafür, dass der Feuersalamander in seiner Entwicklungsphase optimale Bedingungen vorfindet. Der Teich und die Wasserführung werden jährlich frei gestellt und das Umfeld von überwuchernden Heckenpflanzen befreit. Das Engagement soll damit jedoch nicht beendet sein. Kurzerhand wurde nach Rücksprache mit dem Vorsitzenden des Vereins zur Erhaltung der Schieferbergbaugeschichte, Dieter Laux und der leitenden Bitopbetreuerin, Frau Dr. Corinna Lehr (biodate Mainz) das Patenschaftsgebiet im Kaulenbachtal erweitert. Die sogenannte „Kaulenwiese“ ist seit diesem Zeitpunkt das Aushängeschild der Patenschaftsarbeit.

Das Ergebnis der Pflegemaßnahmen im Bereich "Kaulenwiese" spricht für sich. Die Pfadfinder können sehr stolz auf die geleistete Patenschaftsarbeit sein.

Die Pflegeergebnisse der vergangenen Jahre sind sehr deutlich erkennbar und werden durch die vielen tausend Wanderer die in der ehemaligen Schieferbergbaubrache auf dem Schiefergrubenwanderweg unterwegs sind, immer wieder gewürdigt. Nicht nur die nach außen wirkende Gepflegtheit der Fläche ist hier das Novum, sondern auch die dadurch bedingte Schaffung von Lebensraum für seltene Tierarten wie die blauflügelige Ödlandschrecke, die Schlingnatter und eine große Zahl von Mauereidechsen. Im Rahmen einer qualifizierten Unterrichtsstunde anhand von Hinweistafeln, welche die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz gesponsert und der Schieferverein im neuen Spalthaus auf der Herrenwiese installiert hat, erfahren die Jungen und Mädchen des Pfadfinderstammes im Vorfeld einer Pflegemaßnahme viel Neues über Flora und Fauna in ihrem Patenschaftsbereich. Dieses Wissen wird dann bei den Freischneideaktionen umgesetzt und führt zu dem überaus erfolgreichen Ergebnis. Ein wenig wie stöbern in der Schieferbergbaugeschichte, so berichten die Stammesangehörigen, ist das Freischneiden immer wieder. So wurden in den vergangenen Jahren häufig alte Mauerreste entdeckt, die vorher unter dichtem Heckenwuchs verborgen waren. Die geschichtskundigen Mitglieder des Vereins zur Erhaltung der Schieferbergbaugeschichte versuchen dann gemeinsam mit den Pfadfindern die ehemalige Verwendung der Mauerreste mit Hilfe alter Karten zu ermitteln. „Ein wenig wie Schatzsuche!“ So bemerkt einer der eifrigen Pfadfinder.

Der "Chef" (Stammesleiter Hans Schumann) wie immer vorbildlich mit bei der Arbeit. Seinem unermüdlichen Engagement ist der große Zusammenhalt und der beispielgebende Einsatz des Pfadfinderstammes Müllenbach-Laubach zu verdanken. Jedes einzelne Stammesmitglied zeichnet sich durch vorbildlichen Einsatz aus, den er mit seinen Verhalten vorgibt, damit sind alle für eine gute Zukunft bestens gerüstet.

Der Vorsitzende des Schiefervereins würdigt das große Engagement des Pfadfinderstammes über alle Maßen. „Das, was die Jungs und Mädels unter Führung von Stammesmeister Hans Schumann und der EPG Bundesvorsitzenden Dorothea Schumann hier unten im Tal leisten, ist weit mehr als anerkennenswert. Wenn die „Pfadis“ jährlich mit 20 bis 30 Helfern zur Pflegeaktion erscheinen, dienen sie auch als Vorbilder. Ein ganz herausragendes ehrenamtliches Engagement“ so Laux.

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